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Braunkohletagebau - Von Hochneukirch nach Rheydt

Braunkohletagebau – Von Hochneukirch nach Rheydt

Eine kontrastreiche Wanderung von Hochneukirch nach Rheydt. Gigantismus am Braunkohletagebau Garzweiler und Idylle im Bellerpark in Odenkirchen. Die Eindrücke sind gewaltig und man schwank zwischen Faszination und Fassungslosigkeit.

Wander Infos

Braunkohletagebau –
Von Hochneukirch nach Rheydt

Die erste Tour des Jahres führt uns heute nach Jüchen-Hochneukirch und von dort nach Mönchengladbach-Rheydt.

Los geht es direkt am Bahnhof und von dort führt der Weg zunächst einmal zum Aussichtspunkt des Braunkohletagebaus. Wer sich einmal eine Vorstellung von Braunkohlegewinnung machen möchte, der sollte unbedingt einmal diese Gegend besuchen. Mit Worten ist dieses Ausmaß an Naturzerstörung kaum zu beschreiben.

Man schwank zwischen Fassungslosigkeit und Faszination hin und her. Beeindruckend ist es auf jeden Fall.

Wir umwandern den Ort Hochneukirch und machen uns über die Dörfer Spenrath und Otzenrath auf in Richtung Odenkirchen, einem südlichen Stadtteil von Mönchengladbach.

Besonders sehenswert ist hier der Bellerpark. Eine großzügige Parklandschaft mit viel Wasser und schönen Wegen. Hier kann man auch mal vom Weg abkommen und die Umgebung bewundern.

Nun trennt uns noch eine knappe halbe Stunde vom Etappenziel, dem Bahnhof in Rheydt.

Alte Mühle Hochneukirch
Alte Mühle Hochneukirch

Highlights und Wissenswertes

Braunkohletagebau

Braunkohle ist ein fossiler Brennstoff, der im Gegensatz zur Steinkohle nicht unter Tage, sondern überirdisch abgebaut wird. Der Energieversorger RWE betreibt in unserer Wanderregion den Tagebau Garzweiler.
Die Braunkohle liegt hier in drei Lagerschichten (Flöze) in 40 bis 210 m Tiefe.
Schaufelradbagger tragen die Schichten ab und transportieren die geförderte Kohle direkt in die nahegelegenen Kraftwerke.

Schaufelradbagger Tagebau
Schaufelradbagger Tagebau

Spenrath – Otzenratz – Holz

Drei von vielen Orten, die ursprünglich an anderer Stelle zu finden waren. Das besondere an diesen Orten ist, dass es sie bis 2001 noch gar nicht in dieser Form gab, sondern, dass sie bis dahin noch im Gebiet Garzweiler II lagen. Die Orte sind der Braunkohlegewinnung zum Opfer gefallen und wurden an der heutigen Stelle wieder aufgebaut. Für die Menschen ein echter Einschnitt, weil sie ihre alte Heimat aufgeben mussten.

Tagebau Garzweiler
Tagebau Garzweiler

Fazit

Der Weg von Hochneukirch nach Rheydt ist abwechslungsreich und führt über Feld- und Radwanderwege. Die Strecke ist leicht zu begehen und hat keine nennenswerten Anstiege.

Sehr gut gefallen hat mir der Bellerpark in Odenkirchen. Die schöne Parklandschaft lädt zum Verweilen ein und man sollte sich ruhig die Zeit nehmen und ein wenig durch den Park schlendern, bevor man die Wanderung wieder aufnimmt.

Das Highlight der Wanderung ist definitiv der Braunkohletagebau. Kilometerweit blickt man in karge, abgetragene Landschaft mit schweren Maschinen. Kein Wunder, dass alleine bei diesem Anblick der Ausstieg aus der Braunkohlegewinnung beschlossen wurde. Eine Renaturierung wird der Gegend guttun und nachfolgende Generationen werden in einer ganz anderen Umgebung wandern.

Hinweis

Da es sich um eine Streckenwanderung handelt, kann man diese auch in Rheydt beginnen und sich das Highlight, den Tagebau, bis zum Ende aufheben. 
Die Anbindung mit Bus/Bahn ist von beiden Stellen sehr gut.

Braunkohletagebau - Von Hochneukirch nach Rheydt
Braunkohletagebau – Von Hochneukirch nach Rheydt

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